
Claudia Dathe
Claudia Dathe wurde 1971 bei Leipzig geboren. Sie studierte Übersetzungswissenschaften an der Universität Leipzig, und war für ein Auslandssemester in Pjatigorsk und Krakau. Anschließend absolvierte sie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Von 1997 bis 2004 war sie als Lektorin für den DAAD zuerst in Kasachstan und dann in der Ukraine tätig. Sie arbeitete zudem bis 2020 als Koordinatorin für Projekte zum literarischen Übersetzen und zum europäischen Kulturaustausch am Slavischen Seminar der Universität Tübingen. Seit 2021 koordiniert Dathe das Forschungsverbundprojekt European Times an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europauniversität Viadrina. Sie übersetzt Literatur aus dem Russischen und dem Ukrainischen, unter anderem von Andrej Kurkow, Serhij Zhadan, Ostap Slyvynsky und Yevgenia Belorusez.
Dathe wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2020 mit dem Internationalen Literaturpreis gemeinsam mit Yevgenia Belorusez, 2021 mit dem Drahomán-Preis und 2022 mit dem Wilhelm-Merton-Preis für Europäische Übersetzung. Zudem erhielt sie 2022 das Bundesverdienstkreuz am Bande.