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Iris Radisch

Iris Radisch (*1959 in West-Berlin) zählt zu den prägenden Literaturkritikerinnen Deutschlands. Nach dem Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und Tübingen begann sie ihre journalistische Laufbahn bei der Frankfurter Rundschau. Seit 1990 arbeitet sie für die Die Zeit, deren Feuilleton sie von 2013 bis 2021 gemeinsam mit Adam Soboczynski leitete. Einem breiten Publikum wurde Radisch als Mitglied des literarischen Quartetts bekannt. Von 2000 bis 2001 diskutierte sie dort an der Seite von Marcel Reich-Ranicki und Hellmuth Karasek. Später moderierte sie den Literaturclub des Schweizer Fernsehens sowie weitere Literatursendungen und übernahm Gastprofessuren unter anderem in St. Louis und Göttingen. Von 1995 bis 2000 war Radisch Jurymitglied des Ingeborg-Bachmann-Preis, dessen Jury sie von 2003 bis 2007 als Vorsitzende leitete. Neben ihrer journalistischen Arbeit veröffentlichte sie vielbeachtete Bücher, darunter Die Schule der Frauen (2007), die Camus. Das Ideal der Einfachheit (2013), Die letzten Dinge (2015) sowie Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben (2017).