
Rui Couceiro
Rui Couceiro wurde 1984 in Porto geboren. Er war zwei Jahrzehnte lang im Verlagswesen tätig, zunächst in der Kommunikation von Porto Editora und später als Lektor bei Bertrand. Dort gründete und leitete er zehn Jahre lang die Verlagsreihe Contraponto, die sich insbesondere durch die Veröffentlichung von Biografien auszeichnete, die von Romanautorinnen und -autoren verfasst wurden und sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik große Erfolge feierten. Derzeit ist er Kurator der literarischen und kulturellen Veranstaltung BABELL, die von der Fundação Livraria Lello mit Unterstützung der Stadtverwaltung von Porto veranstaltet wird. Bei ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2026 brachte die Veranstaltung Autorinnen und Autoren wie Margaret Atwood, Salman Rushdie, Olga Tokarczuk, László Krasznahorkai, Julian Barnes, Byung-Chul Han, Héctor Abad Faciolince, Javier Cercas, Conceição Evaristo, Milton Hatoum und David Uclés nach Portugal. Sie traten auf Plätzen und Straßen der Stadt vor einem Publikum von mehreren tausend Menschen auf. Dies brachte dem Festival großes Lob in der internationalen Presse ein: „El nuevo festival BABELL convierte Oporto en la capital mundial de la literatura“ (El Mundo); „Oporto se convierte en la capital europea de la literatura“ (ABC); „Porto: Europe’s new book capital?“ (France 24). Er ist Mitglied des Kulturrats der Fundação Eça de Queiroz und schreibt für die Zeitschrift Visão. Als Autor veröffentlichte er 2022 seinen Roman Baiôa sem Data para Morrer, der mit dem Prémio Literário Manuel de Boaventura ausgezeichnet wurde und Finalist des Prémio Pen Club Português war. 2024 erschien sein zweiter Roman Morro da Pena Ventosa, der bei Leserschaft und Kritik eine ähnlich positive Resonanz erhielt. 2026 veröffentlichte er A Mais Bela Maldição, eine Sammlung wahrer Geschichten von Menschen, die eine große Leidenschaft für Bücher verbindet.