© Piotr Molecki

Dorota Masłowska

Dorota Masłowska wurde 1983 in Wejherowo in Polen geboren. Während der Vorbereitungen auf ihr Abitur verfasste sie innerhalb eines Monats ihren Debütroman Schneeweiß und Russenrot (2002; 2004 in Deutschland), der zu einem Bestseller wurde und heute in über zwanzig Sprachen übersetzt ist. Der Roman handelt von dem sensiblen und halbstarken Antihelden Andrzej, genannt „Der Starke“, und bricht mit der Behaglichkeit des Coming-of-Age-Genres. Nach der Trennung von seiner Freundin Magda, driftet der Protagonist durch triste, namenlose Kleinstädte. Sein Drogenkonsum befeuert den nationalistischen Hass, der sich in einem polnisch-russischen Krieg zu entladen droht. Nach dem Abitur begann Masłowska ein Psychologie-Studium in Danzig, wechselte aber bald nach Warschau, um dort Kulturwissenschaften zu studieren. Ihr zweiter Roman Die Reiherkönigin. Ein Rap (2005; 2007 in Deutschland) beklagt die Bürden des frühen Erfolgs und den von egozentrischen Nutznießern bevölkerten Kulturbetrieb. Beide Werke wurden für die Bühne adaptiert und in Danzig, Stettin, Warschau, Krakau und Łódź aufgeführt. Masłowskas neuester Roman Im Paradies erschien im Januar 2026 in Deutschland und beschreibt die auseinanderdriftenden Realitäten innerhalb der Gesellschaft, in einer Welt voller Schein und Einsamkeit.

Die Autorin wurde unter anderem mit dem Polityka-Preis (2002), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2005), dem polnischen Nike-Literaturpreis (2006) und dem polnischen Kulturpreis Paszport Polityki (2023) in der Kategorie Kulturschaffende ausgezeichnet.

Schneeweiß und Russenrot
Köln, 2004
(Übersetzung: Olaf Kühl)

Die Reiherkönigin
Köln, 2007
(Übersetzung: Olaf Kühl)

Andere Leute
Berlin, 2019
(Übersetzung: Olaf Kühl)

Bowie in Warschau
Berlin, 2022
(Übersetzung: Olaf Kühl)

Im Paradies
Berlin, 2026
(Übersetzung: Olaf Kühl)