
Zoya Kazanzhy
Zoya Kazanzhy ist eine ukrainische Schriftstellerin, Essayistin, Journalistin und Mitglied von PEN Ukraine. Sie wurde in der Region Odesa geboren, studierte in Kyjiw und lebt seit 36 Jahren in Odesa – einer Stadt, die ihren literarischen Blick geprägt hat. Hier lernte sie, Schönheit im Detail zu erkennen, den Geschichten der Menschen zuzuhören und die Vielfalt von Charakteren und Lebenswegen zu schätzen. Ihr literarisches Werk ist von einer tiefen Aufmerksamkeit für den Menschen getragen. Im Mittelpunkt ihrer Texte stehen nicht spektakuläre Ereignisse, sondern das, was sich im Inneren eines Menschen vollzieht: Entscheidungen, Erinnerung, Liebe, Einsamkeit, Freiheit, Verantwortung, Würde und die Suche nach der eigenen Identität. Ihre Figuren wollen nicht die Welt erobern – sie bemühen sich vielmehr, sich selbst treu zu bleiben. Gerade deshalb gewinnen die persönlichen Geschichten ihrer Prosa eine universelle Bedeutung. Ihre langjährige journalistische Tätigkeit hat sie gelehrt, den Fakten zu vertrauen. Die Literatur hingegen eröffnet ihr den Raum, über das zu schreiben, was sich nicht in Fakten fassen lässt: über menschliche Verletzlichkeit, innere Freiheit sowie die Fähigkeit zu lieben, zu verlieren, zu vergeben und immer wieder neu anzufangen. Ihr Stil zeichnet sich durch psychologische Präzision, emotionale Zurückhaltung, feine Ironie und großen Respekt gegenüber ihren Leserinnen und Lesern aus. Für Zoya Kazanzhy ist das Schreiben weit mehr als das Erzählen von Geschichten. Es ist eine Form, das Leben aufmerksam zu betrachten, unbequeme Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen, die den Menschen ein Stück freier machen.
If I Were… (Wenn ich wäre…)
2014
Something Like Love (So etwas wie Liebe)
2017
Marta and Other Women (Marta und andere Frauen)
2024
Odesa: A Book Journey (Odesa: Eine literarische Reise)
2025