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Dan Lungu

Dan Lungu, geboren am 15. September 1969, ist ein rumänischer Romancier, Kurzgeschichtenautor, Dichter und Dramatiker sowie Literaturtheoretiker und Soziologe. Für seine viel beachtete Kurzgeschichtensammlung Cheta la flegmă („Quest for Phlegm“) und seine Romane Raiul găinilor („Chicken Paradise“) und Sînt o babă comunistă! („I’m a Communist Biddy!“) erhielt er große Anerkennung. Er zählt zudem zu den erfolgreichsten Autorinnen und Autoren der rumänischen Literatur, die nach 1990 hervorgetreten sind. Lungus literarisches Universum besteht vor allem aus „mikrosozialen“ Darstellungen des Lebens unter dem kommunistischen Regime und während der anschließenden Übergangszeit. Dabei verbindet er Elemente des Neorealismus mit postmodernen Ansätzen. Häufig wird er einer Gruppe von Autorinnen und Autoren zugerechnet, die ihre ersten größeren Verträge mit dem Verlag Polirom abschlossen. Zugleich gilt er als eigenständige literarische Stimme seiner Wahlheimat Iași. Dan Lungu ist Dozent an der Fakultät für Soziologie der Universität Iași und war Chefredakteur der Zeitung Timpul. Darüber hinaus ist er als Autor und Mitautor von Essays und soziologischen Studien über den Alltag unter kommunistischer Herrschaft hervorgetreten – wissenschaftliche Themen, die auch seine literarische Arbeit prägen. Zu seinen wichtigsten historischen Forschungsschwerpunkten gehören die Erfahrungen von Frauen unter totalitärer Herrschaft, das Verhältnis zwischen offizieller Propaganda und dem tatsächlichen Leben der Arbeiterklasse sowie die Entwicklung kultureller Haltungen im Zusammenhang mit der kommunistischen Zensur.