© Juan Manuel Serrano Arce

Lídia Jorge

Lídia Jorge debütierte mit der Veröffentlichung von O Dia dos Prodígios (1980), einem der bedeutendsten Werke der portugiesischen Literatur nach der Revolution. Seitdem hat sie Werke in den Bereichen Roman, Erzählung, Essay, Theater, Chronik und Lyrik veröffentlicht. Ihre Texte wurden für Theater, Fernsehen und Kino adaptiert und mit den wichtigsten nationalen Literaturpreisen ausgezeichnet. Zu ihren herausragenden Büchern zählen Die Küste des Raunens, O Vale da Paixão, O Vento Assobiando nas Gruas, Die Stunde der Nelken, Estuário und Erbarmen, ein vielfach ausgezeichneter Roman, der mit dem Prix Médicis étranger ausgezeichnet wurde – zum ersten Mal ging dieser Preis an eine portugiesischsprachige Autorin bzw. einen portugiesischsprachigen Autor. Ihre Werke wurden vielfach übersetzt und im Ausland veröffentlicht. Zu den internationalen Auszeichnungen, die sie erhalten hat, gehören der ALBATROS-Preis der Günter-Grass-Stiftung sowie der FIL-Literaturpreis für romanische Sprachen in Guadalajara. 2025 erhielt sie den Pessoa-Preis und war damit die erste Schriftstellerin, die mit dieser Auszeichnung geehrt wurde. 2026 wurde ihr außerdem der Camões-Preis verliehen.

Die Küste des Raunens
Frankfurt am Main, 1993
(Übersetzung: Karin von Schweder-Schreiner)

Die Decke des Soldaten
Frankfurt am Main, 2000
(Übersetzung: Karin von Schweder-Schreiner)

Milene
Frankfurt am Main, 2005
(Übersetzung: Karin von Schweder-Schreiner)

Erbarmen
Zürich, 2025
(Übersetzung: Steven Uhly)

Die Stunde der Nelken
Zürich, 2026
(Übersetzung: Marianne Gareis)