© Margaret Obank

Samuel Shimon

Samuel Shimon wurde 1956 im Irak in eine assyrische Familie geboren. 1979 verließ er seine Heimat mit dem Traum, in Hollywood Filmemacher zu werden. Seine Reise führte ihn zunächst nach Damaskus, Amman, Beirut, Nikosia, Kairo und Tunis. 1985 ließ er sich als Flüchtling in Paris nieder, bevor er 1996 nach London zog, wo er seither lebt. Er ist Mitbegründer der renommierten internationalen Literaturzeitschrift Banipal, die zeitgenössische arabische Literatur in englischer Übersetzung veröffentlicht, und deren Chefredakteur. Außerdem gründete er 2003 die arabischsprachige Literaturplattform Kikah und ist bis heute ihr Herausgeber. 2005 veröffentlichte er seinen autobiografischen Bestsellerroman An Iraqi in Paris, der mehrere Auflagen in Beirut, Kairo und Casablanca erlebte und außerdem in englischer, französischer, spanischer, kurdischer, schwedischer und hebräischer Übersetzung erschien. Im April 2010 gab er Beirut39, eine Anthologie neuer arabischer Literatur, heraus, die bei Bloomsbury im Vereinigten Königreich und in den USA erschien. 2018 war er Herausgeber von Baghdad Noir, einer Anthologie irakischer Kurzgeschichten, die bei Akashic Books in New York veröffentlicht wurde. 2008 war Samuel Shimon Vorsitzender der Jury des erstmals vergebenen International Prize for Arabic Fiction (IPAF). Seit 2020 ist er Herausgeber der spanischsprachigen Ausgabe von Banipal. In einem Porträt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus dem Jahr 2003 wurde er als „der Initiator“ und als „unermüdlicher Missionar in Sachen Literatur“ bezeichnet.