
Kerstin Holm
Kerstin Holm wurde in Hamburg geboren, sie studierte russische Literatur und Sprache, Germanistik, Musikwissenschaft sowie Romanistik an den Universitäten Hamburg, München, Wien und Konstanz bis zum Staatsexamen und Magister. 1987 hospitierte sie im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und trat in die Redaktion Geisteswissenschaften ein. 1991 bis 2013 war sie entsandt als Kulturkorrespondentin der F.A.Z. für das Gebiet der früheren Sowjetunion mit Sitz in Moskau. Sie berichtete dort über das Kulturleben im weiten Sinn, über wichtige Autoren, politische Debatten, Diskussionen über die 1945 kriegsbedingt aus Deutschland in die Sowjetunion verbachte „Beutekunst“ und ihre Ausstellungen in Russland. Schwerpunkte der Berichterstattung waren ferner Theater und zeitgenössische Musik sowie regionale Kunstmuseen. 2003 erschien ihr Buch Das korrupte Imperium über die aktuelle und historische Erfahrung mit Korruption und ihre Verarbeitung in der Literatur. 2008 folgte Rubens in Sibirien über Beutekunst aus Deutschland, die sie in russischen Provinzmuseen entdeckt hatte. 2012 kam in der Anderen Bibliothek Moskaus Macht und Musen heraus, das die Zeitgeschichte aus der Sicht der Schriftsteller Vladimir Sorokin und Alina Wituchnowskaja sowie der Komponisten Vladimir Tarnopolski und Wladimir Martynow erzählt. Bis 2024 war sie Redakteurin im F.A.Z-Feuilleton in Frankfurt mit Schwerpunkt Russland und Osteuropa. Seither ist sie freie Mitarbeiterin mit dem gleichem Aufgabengebiet.