
Boualem Sansal (Frankreich/ Algerien)
Über verbotene Bücher in Algerien
Nach der Veröffentlichung eines Essays im Jahr 2006 wurden Sansals Schriften nicht mehr verbreitet. Er kritisierte die staatliche Arabisierungspolitik, das Verdrängen der Berber bzw. der Amazigh-Kultur und brach Tabus, wie das Pflegen von Kontakten zu israelischen Autoren. Auch der Bürgerkrieg 1991-2002, das Verhältnis zu Frankreich, Islamismus, Korruption und die jüdische Geschichte Afrikas sind gesellschaftliche Tabuzonen, denen sich der Autor in seinen Büchern widmet.
Moderation: Iris Radisch
Sprache: Deutsch
Eintritt: 10€/ ermäßigt 8€